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Die Magie der Dinge: Stilllebenmalerei 1500-1800

The magic of things: still-life painting, 1500-1800 Exhibition: 20 March - 17 August 2008

Pieter Aertsen, Market scene with Christ and the woman taken in adultery. Frankfurt am Main, Städel Museum

Pieter Aertsen, Market scene with Christ and the woman taken in adultery, 1579
Frankfurt am Main, Städel Museum

From the website of the Kunstmuseum Basel

The fascination of still lifes lies in their close-up view of a few, often
unchanging objects rendered with extreme painterly sophistication. The
still life, once on the lower rungs of the artistic ladder, was often used to
demonstrate an artist’s skills, the appeal and value of a work being
based on the quality of the composition, the meaningful combination of
objects and the refinement of the brushstroke. In early modern times,
however, the still life became much more than a mere exercise in style.
It often served to make a moral statement and to encourage reflection.
The Vanitas in particular was meant to remind us of the fleeting nature
of life, a universal thought individually rendered by the objects chosen
to symbolize it.

In European art, the still life looks back on an extraordinarily rich and
enduring history of some five centuries. First attempts in the late middle
ages led to the genre’s golden age in the 17th century, when it achieved
astonishing quantitative and qualitative heights especially in the Netherlands.
It has since enjoyed a commanding renaissance in the art of the
20th century. The exhibition at the Kunstmuseum traces the developments
of the still life and its variations in the Northern and Southern Netherlands
as well as in Germany from its birth in the late 15th century until
approximately 1760.

From the museum website

Tautropfen auf zarten Blütenblättern, Lichtreflexe auf kostbarem Silbergeschirr, kandiertes Zuckerwerk in blau-weißen chinesischen Porzellanschälchen, das weiche Gefieder eines toten Singvogels, der fahle Ton eines Totenschädels – Stillleben faszinieren bis heute durch den nahsichtigen Blick auf nicht lebende, doch keineswegs leblose Gegenstände, die mit malerischer Raffinesse und subtilem Kolorit wiedergegeben werden.

Doch in ihren Anfängen und in ihrer Blütezeit war die Stilllebenmalerei alles andere als eine rein ästhetische Angelegenheit, als die sie der heutige Betrachter meist wahrnimmt. Seit seiner Emanzipation aus der religiösen Malerei des Spätmittelalters diente das Stillleben zunächst vor allem der Erfassung und Deutung der „stillliegenden“ Dinge aus der Alltagswelt des Betrachters, in denen sich die Ordnung und Struktur der übergeordneten, abstrakten Welt des Barock spiegeln konnte: die Sinne und die Temperamente des Einzelnen etwa, die Elemente oder die Jahreszeiten, die seine Welt prägten, oder die Vergänglichkeit und Erlösungsbedürftigkeit der sündigen Menschheit insgesamt.

Die Ausstellung „Die Magie der Dinge. Stilllebenmalerei 1500-1800“, die die hochkarätigen Bestände dreier Museen – des Städel Museums in Frankfurt, des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und des Kunstmuseums Basel – vereint, spannt mit ca. 95 Meisterwerken den Bogen der Stilllebenmalerei in den nördlichen und südlichen Niederlanden sowie in Deutschland von den Vorstufen im späten 15.Jahrhundert bis in die Zeit des späten 18. Jahrhunderts.

Damit breitet sie ein Panorama der verschiedenen Spielarten des Stilllebens über zweieinhalb Jahrhunderte hinweg aus, das die eher sachlich ausgerichteten Werke des frühen 17. Jahrhunderts ebenso umfasst wie die späteren Prunkstillleben, „Mahlzeiten“ ebenso wie üppige Blumensträusse oder naturwissenschaftlich orientierte ebenso wie pittoreske Tierstillleben.

Mit Werken von Ludger tom Ring d. J., Jan Brueghel d. Ă„., Jan Davidsz. de Heem, Willem Kalf, Rachel Ruysch, Abraham Mignon, Georg Flegel, Jan Soreau, Gottfried von Wedigh und Sebastian Stosskopf.

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