CODART, Dutch and Flemish art in museums worldwide

Pieter de Hooch, Der Liebesbote

Pieter de Hooch, The messenger of love Exhibition: 8 April - 26 June 2005

Curator

Dr. Martina Sitt*

Museum press release, 25 February 2005

The Rotterdam painter Pieter de Hooch (1629–1684) was one the most prominent artists of the second half of the 17th century, the Golden Age of Netherlandish painting. Like Gerrit Dou, Gerard ter Borch, Caspar Netscher, Gabriel Metsu or Nicholaes Maes, he is often counted as one of the ‘fijnschilders’ or ‘fine painters’. The inimitable aura of their painstakingly conceived interiors and meticulously depicted moments in the lives of well-off Dutch citizens is characterized by an abundance of richly crafted detail and subtly modulated lighting. Since the state of preservation of such paintings can greatly influence how they are interpreted, their condition should by all means be taken into account. Following its extensive restoration, de Hooch’s The messenger of love is the focal point of this small display of carefully selected works by the artist and his contemporaries. For the first time it has at last become possible to again witness the special interplay of color in this work, as well as its thematic motifs and the multifaceted relationship between the depicted figures. The language of love, of the figures’ gestures and physical presence, and of the illumination and texture are revealed as the work’s central theme.

Museum information

Der Liebesbote des Rotterdamer KĂŒnstlers Pieter de Hooch (1629-1684) steht nach seiner Restaurierung im Zentrum dieser PrĂ€sentation der Motive niederlĂ€ndischer Feinmalerei des Goldenen Zeitalters. Eine kleine Schau sorgfĂ€ltig ausgewĂ€hlter Werke soll die nun erkennbaren besonderen Aspekte dieses GemĂ€ldes beleuchten. Erstmals kann der besondere Farbklang dieses Bildes als auch seine inhaltlichen Motive wieder erfahren werden, die facettenreiche Beziehung zwischen den Dargestellten nachvollzogen werden.

Im Rahmen eines unkonventionellen Ausstellungskonzeptes thematisiert die PrÀsentation drei Ebenen der Museumsarbeit:

Erstens die Àsthetische, in dem man hochkarÀtige Bilder von Pieter de Hooch miteinander in einen Dialog bringt, den die Leihgeber mit gestalten.

Zweitens die Frage des Reisen bzw. des sich -Bilder-Ausleihens aus einem musealen Kontext.

Drittens die Fragen der Restaurierung, als Baustein einer permanenten Arbeit an und mit der Sammlung (Anlass der Ausstellung).

In Zeiten medialer VerfĂŒgbarkeit von Bildern wollen wir zeigen, was – neben dem bloßen Ortswechsel – geschieht, wenn ein GemĂ€lde auf Reisen geht. Wir möchten ein GefĂŒhl fĂŒr den Ausstellungskontext schaffen und zugleich die Bedeutung der GemĂ€lde an ihrem Herkunftsort hier im Dialog mit den verantwortlichen Kuratoren vermitteln. Dieses öffentliche GesprĂ€ch hat eine wichtige Funktion fĂŒr die Vermittlung der stĂ€ndigen Arbeit mit einer permanenten Sammlung.
Gemeinsam mit den Leihgebern stellen wir an einem Abend ein ankommendes Bild vor und integrieren es in die Ausstellung, die durch Werke der Zeitgenossen der hollÀndischen Feinmaler aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle ergÀnzt wird (Dazu gehören Gerard Houckgeest, de Witte, de Man, van der Heyden, van Vliet, Vrel, Verkolje, Netscher und van Mieris).

Die Leihgaben kommen aus den Museen in Köln, Madrid, Paris, Stockholm, Strasbourg und Wien.

Catalogue

Martina Sitt, Pieter de Hooch, Der Liebesbote
Catalogue box with a set of postcards and foldout sheets
Published by the museum